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Google Fast Flip - der nächste Schlag gegen die Print Welt ?

Sobald Google hustet, steht die ganze Internet Welt still und schaut gebannt auf das, was da wohl kommen mag. Der neueste Streich aus den Google Labs, aus denen auch schon solche wegweisenden Anwendungen wie Google Maps und Google News kamen ist Google Fast Flip. Wieder einmal zeigt sich die Meisterschaft von Google darin, als Aggregator für Inhalte anderer aufzutreten. Google selbst wird nicht zum Verleger sondern bietet die Möglichkeit, von einer Stelle aus Inhalte anderer Quellen anzusehen und zu durchsuchen. Bisher ist der Dienst noch auf Amerika und eine geringe Anzahl von Zeitungen beschränkt. Mit Fast Flip kann man sich einen Überblick über die Schlagseiten von Zeitungen im Internet verschaffen.

Auf der anderen Seite zeigt sich aber auch die Kehrseite von Google und dem Rest der Fastfood Internetwelt. Ähnlich wie Google News (nicht zufällig vom gleichen Entwickler) geht es um den schnellen Informationskonsum. Aber ich glaube, dass der Bedarf an tiefergehenden Informationen und Analysen vorhanden ist. Das wäre eigentlich eine Chance für die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage. Ihr Metier ist (bzw. sollte) der tiefergehende Journalismus sein. So sollte es sein, aber gerade Springer, Burda und andere schielen auch nur auf den schnellen Gewinn und glauben sie könnten in einer globalisierten im Nachrichtenbereich vom Internet dominierten Welt so weitermachen wie bisher.

Gebetsmühlenartig wird der Glaube an Paid Content beschworen. Sicher, der Internetuser ist durchaus bereit, für Inhalte zu zahlen => siehe iTunes. In der Musikwelt hat sich gezeigt, dass der Internetuser eigentlich ein vernüftiger Mensch ist. Er will die Inhalte von einer Stelle aus recherchieren können zu einem fairen Preis. Offensichtlich haben aber die Verlage nichts aus der Vergangenheit gelernt. Jeder kocht sein eigenes Süppchen und glaubt der User würden von allen probieren und auch noch bezahlen. Die Bestrebungen von Murdoch und Springer werden letztlich scheitern, weil die Chefetagen dieser Firmen das Wesen (und damit meine ich nicht das technische) des Internets bis heute nicht begriffen haben.

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