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Was ist Information ?

Was ist Information ? Diese Frage habe ich mir schon öfter gestellt. Laut Wikipedia ist Information "... der strukturelle Aspekt physikalischer Wechselwirkungen, der aktionsprägend auf komplexe Systeme wie Menschen oder auch Maschinen wirkt."

Danach folgt eine sehr umfangreiche, komplexe Beschreibung. Wie komme ich eigentlich auf die Frage ? Ich kam darauf wieder beim Lesen eines Artikels in der Wirtschaftswoche über die Berliner Startaup Szene. Ich fand ihn extrem spannend und sagte mir: "Mensch eine ganze Menge an Informationen."

Beim näheren Betrachten kam ich dann darauf, dass es eigentlich nur zwei Formen von Information gibt. Entweder geht es um die Eigenschaft eines Objektes (z.B. das Auto ist rot) oder es geht um die Beziehung zwischen zwei Objekten (z.B. das Auto wurde von VW gebaut.).

Im ersten Fall hat die Eigenschaft "Farbe" beim Objekt "Auto" den Wert "rot". Im zweiten Fall gibt es eine Beziehung zwischen dem Objekt "Auto" und der Firma VW. Und diese Beziehung geht in beide Richtungen. Einmal vom Auto zur Firma => das Auto "wurde gebaut von" der Firma VW. Und die Richtung von der Firma VW zum Auto => die Firma VW "ist der Hersteller" des Autos. Beide Richtungen haben den gleichen Informationsgehalt.

Für den oben angesprochenen Artikel gibt es zum Beispiel Informationen zur Verflechtung der Person "Carsten Maschmeyer" zur Firma "Orderbird". Herr Maschmeyer ist über seine Investmentfirma an Orderbird beteiligt. Mit anderen Worten:

  1. Die Person "Carsten Maschmeyer" ist beteiligt an der Firma "Orderbird" bzw.
  2. Die Firma "Orderbird" wird finanziell unterstützt von der Person Carsten Maschmeyer

Was soll das ganze jetzt eigentlich ? Worauf ich hinaus will ist, dass dieses Prinzip der Information auch für die Informationssuche verwendet werden sollte, also bei Suchmaschinen. Bisherige Suchmaschinen sind eigentlich "dumm". Sie verwenden mathematisch-statistische Verfahren um die Seiten zu finden, die zu meinen Suchbegriffen passen können. Garniert wird das ganze noch durch spezielle Algorithmen, wie z.B. dem Page-Rank.

Letztlich muss sich der Suchende an die Suchmaschine anpassen, d.h. er muss überlegen, welche Suchbegriffe muss ich eingeben, damit ich relevante Ergebnisse bekomme. Die Suchmaschine selbst versteht nämlich den Inhalt einer Webseite nicht. Sie sucht nur nach dem Vorkommen der Suchbegriffe oder entsprechender Synonyme. Dadurch kann es dazu kommen, dass man sich erst durch lange Listen von Seiten scrollen muss, um die tatsächlich relevanten Ergebnisse zu finden.

Eigentlich müsste es umgekehrt sein. Nicht der Suchende passt sich an die Suchmaschine an, sondern die Suchmaschine an den Suchenden. Kein Mensch würde auf die Idee kommen, in der Kommunikation mit anderen Menschen in der Form zu fragen, wie er es in einer Suchmaschine macht. Man stelle sich vor, ein Tourist in Berlin würde mich fragen: "Bundeskanzleramt, Waschmaschine, Gebäude". Er würde einfach fragen: "Können Sie mir sagen, wie ich zum Bundeskanzleramt komme."

Eine "richtige" Suchmaschine sollte in der Lage sein, solche eine Anfrage semantisch zu analysieren und den erwünschten Treffer zu zeigen. Und was würde eine semantische Analyse machen ? Genau, es würde nach den Objekten in der Fragestellung und nach etwaigen Beziehungen zwischen Objekten suchen und dann in seiner Indexdatenbank nachschauen, welche Seite einen ähnlichen, sagen wir mal semantischen Abdruck hat.

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