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Test von Processwire

Mein altes Blog hatte unter der Haube Drupal, ein wirklich mächtiges System. Ich war auch lange Zeit damit zufrieden. Aber mit der Zeit wurde es immer komplexer. Das Update des Systems war immer etwas tricky. Drupal ist wirklich gut geeignet für große Webseiten. Für eine kleine Seite wie meine ist es etwas überdimensioniert. Das ist natürlich meine persönliche Meinung.

Vor allem der Updateprozess zwischen verschiedenen Versionen z.B. von 7 auf 8 war sehr umständlich. So trug ich mich schon lange mit dem Gedanken, nach einem Wechsel. Zwischendurch war ich bei Pelican gelandet, einem Static Site Generator in Python, ähnlich Jekyll. Aber bei diesen System kann man nicht mal eben über die Oberfläche Seiten hinzufügen oder ändern, man muss sie auschecken, ändern und wieder einchecken.

Also suchte ich ein System, was mindestens folgende Merkmale bot:

  • Artikel hinzufügen übers Web
  • Einfaches Aktualisieren des Systems
  • Einfache Erweiterbarkeit
  • Volle Kontrolle über das Layout
  • Möglichst schlank, nicht überfrachtet
  • Ausgereift mit guter Community für Probleme

Ich erinnerte mich an den Artikel bei T3N über Processwire und nahm mir die entsprechende Ausgabe noch einmal vor. Und dann habe ich das System einfach ausprobiert und schnell daran Gefallen gefunden. Es ist ein schlankes System, sauber programmiert, das man aber sehr schnell an seine Bedürfnisse anpassen kann. Über die Homepage von Processwire kann man auch schnell ansprechende Templates finden (heissen hier Site Profiles). Mehr Spass macht es aber, die Templates selbst anzupassen. Wenn man erstmal die Grundprinzipien von ProcessWire verstanden hat, kommt man sehr schnell zu guten Ergebnissen.

Im nachfolgenden Bild sieht man diesen Artikel in der Bearbeitung von ProcessWire

Zur Vorwarnung sei gesagt, das System ist nichts für Leute, die sich scheuen, sich mit Quellcode zu befassen. Denen sei eher WordPress oder Joomla! ans Herz gelegt.

Categories: Technologien

Tags: CMS, PHP

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Heldengeschichten aus Berlin

Am 9. November dem Schicksalstag der Deutschen habe ich in Berlin Helden besucht. Und nein es geht nicht um den Mauerfall. Es geht um neue Helden und die Zukunft. Ich war beim Heldenmarkt in der Station am Gleisdreieck.

In Zeiten, in denen der Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften ein großes Thema sind, wollte ich mal sehen, was denn praktisch möglich und praktikabel ist. Dafür ist diese Veranstaltung eine gute Möglichkeit, weil man hier an einer Stelle die verschiedenen Facetten des Themas zusammengefasst hat. Die Aussteller kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen.

Neben den obligatorischen Anbietern von vegetarischen und veganen Produkten findet man hier auch Produkte und Dienstleistungen zu den Themen Finanzen, Energie und Gesellschaft. Außerdem sind die zwei Tage vollgepackt mit Workshops und Diskussionsrunden. Alles in allem also ein volles Programm ;o)

Länger hängengeblieben bin ich dabei bei den folgenden Ausstellern:

Lichtblick

Lichtblick ist ein Stromanbieter der schon länger auf dem Markt ist und auch relativ bekannt ist. Für den Strom wird ausschließlich Ökostrom verwendet, der auf Nachfrage aus Wasserkraft aus Bayern kommt. Und das war auch mein Kritikpunkt bei einem Gespräch am Stand. Meine Frage, warum denn kein Strom aus der Region, also Berlin-Brandenburg verwendet wird, brachte die junge Dame leicht in Verlegenheit.

Sie konnte mir die Frage nicht beantworten. Für mich hat Nachhaltigkeit auch mit Regionalität zu tun. Das heisst nicht nur bei Nahrungsmitteln, sondern auch bei Energie sollten die regionalen Ressourcen verwendet werden.

G.Broi

Als bekennender Bier-Fan bin ich am Stand von G.Broi hängengeblieben. Hier sollte es ein gebrautes alkoholisches Getränk (4,9% Alkohol) aus Kräutern geben. Bier darf man das in Deutschland nicht nennen, weil das gegen das deutsche Reinheitsgebot verstossen würde. Beim Brauen werde ür dieses Getränk anstelle des Hopfens Kräuter, wie z.B. Brennessel verwendet.

Der Vorgang des Brauens ist ansonsten ganz genauso wie beim Bierbrauen. Natürlich habe ich nach diesen Erklärungen das Getränk auch probiert. Es schmeckt definitiv nicht nach Bier, wer das erwartet, wird enttäuscht. Aber es hat einen interessanten Geschmack, schmeckt wie leicht alkoholisierte Limonade, allerdings mit sehr wenig Kohlensäure. Ich werde weiter beim Bier, speziell bei den Craft-Bieren bleiben.

Triodos Bank

Die Triodos Bank kannte ich noch nicht und ich ar neugierig, was sie zu bieten haben. Diese Bank wurde 1980 in den Niederlanden gegründet und fokussiert sich auf das klassische Bankgeschäft. Sie vergibt Kredite an Unternehmen, die nach ihrer Ansicht zu einem ökologischen, sozialen oder kulturellen Wandel beitragen. Wie zu erwarten handelt es sich um eine Direktbank, das bedeutet, es gibt keine Bankfilialen, das komplette Bankgeschäft läuft online ab.

Für Privatkunden gibt es ein Giro-Konto, das 4,50 Euro im Monat kostet. Diese Kosten fallen auch dann an, wenn es sich um ein Gehaltskonto handelt. Bei anderen Banken sind solche Girokonten dann oft kostenlos. Triodos setzt auf Transparenz, das bedeutet, das genau aufgeschlüsselt wird, wofür diese Kontogebühren verwendet werden. Ich halte das für sehr fair. Als ich nach Privatkrediten gefragt habe, hat man mich freundlich an die Umweltbank verwiesen. Solche Kredite werden hier nicht angeboten.

Die Transparenz geht bei dieser Bank aber noch weiter. Kredite werden an Unternehmen vergeben. Und auf der Homepage wird jeder Kredit veröffentlicht. Man kann also genau sehen, für welche Zwecke Kredite vergeben werden. Daran könnten sich andere Banken gern ein Beispiel nehmen

Umweltbank

Vn der Triodos Bank wurde ich freundlich an die Umweltbank verwiesen bei dem Thema Privatkredit. Also schaute ich mir den Stand der Umweltbank näher an und kam auch schnell ins Gespräch mit dem dortigen Mitarbeiter.

Categories: Veranstaltungen

Tags: Klima