Heldengeschichten aus Berlin


Am 9. November dem Schicksalstag der Deutschen habe ich in Berlin Helden besucht. Und nein es geht nicht um den Mauerfall. Es geht um neue Helden und die Zukunft. Ich war beim Heldenmarkt in der Station am Gleisdreieck.

In Zeiten, in denen der Klimaschutz und nachhaltiges Wirtschaften ein großes Thema sind, wollte ich mal sehen, was denn praktisch möglich und praktikabel ist. Dafür ist diese Veranstaltung eine gute Möglichkeit, weil man hier an einer Stelle die verschiedenen Facetten des Themas zusammengefasst hat. Die Aussteller kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen.

Neben den obligatorischen Anbietern von vegetarischen und veganen Produkten findet man hier auch Produkte und Dienstleistungen zu den Themen Finanzen, Energie und Gesellschaft. Außerdem sind die zwei Tage vollgepackt mit Workshops und Diskussionsrunden. Alles in allem also ein volles Programm ;o)

Länger hängengeblieben bin ich dabei bei den folgenden Ausstellern:

Lichtblick

Lichtblick ist ein Stromanbieter der schon länger auf dem Markt ist und auch relativ bekannt ist. Für den Strom wird ausschließlich Ökostrom verwendet, der auf Nachfrage aus Wasserkraft aus Bayern kommt. Und das war auch mein Kritikpunkt bei einem Gespräch am Stand. Meine Frage, warum denn kein Strom aus der Region, also Berlin-Brandenburg verwendet wird, brachte die junge Dame leicht in Verlegenheit.

Sie konnte mir die Frage nicht beantworten. Für mich hat Nachhaltigkeit auch mit Regionalität zu tun. Das heisst nicht nur bei Nahrungsmitteln, sondern auch bei Energie sollten die regionalen Ressourcen verwendet werden.

G.Broi

Als bekennender Bier-Fan bin ich am Stand von G.Broi hängengeblieben. Hier sollte es ein gebrautes alkoholisches Getränk (4,9% Alkohol) aus Kräutern geben. Bier darf man das in Deutschland nicht nennen, weil das gegen das deutsche Reinheitsgebot verstossen würde. Beim Brauen werde ür dieses Getränk anstelle des Hopfens Kräuter, wie z.B. Brennessel verwendet.

Der Vorgang des Brauens ist ansonsten ganz genauso wie beim Bierbrauen. Natürlich habe ich nach diesen Erklärungen das Getränk auch probiert. Es schmeckt definitiv nicht nach Bier, wer das erwartet, wird enttäuscht. Aber es hat einen interessanten Geschmack, schmeckt wie leicht alkoholisierte Limonade, allerdings mit sehr wenig Kohlensäure. Ich werde weiter beim Bier, speziell bei den Craft-Bieren bleiben.

Triodos Bank

Die Triodos Bank kannte ich noch nicht und ich ar neugierig, was sie zu bieten haben. Diese Bank wurde 1980 in den Niederlanden gegründet und fokussiert sich auf das klassische Bankgeschäft. Sie vergibt Kredite an Unternehmen, die nach ihrer Ansicht zu einem ökologischen, sozialen oder kulturellen Wandel beitragen. Wie zu erwarten handelt es sich um eine Direktbank, das bedeutet, es gibt keine Bankfilialen, das komplette Bankgeschäft läuft online ab.

Für Privatkunden gibt es ein Giro-Konto, das 4,50 Euro im Monat kostet. Diese Kosten fallen auch dann an, wenn es sich um ein Gehaltskonto handelt. Bei anderen Banken sind solche Girokonten dann oft kostenlos. Triodos setzt auf Transparenz, das bedeutet, das genau aufgeschlüsselt wird, wofür diese Kontogebühren verwendet werden. Ich halte das für sehr fair. Als ich nach Privatkrediten gefragt habe, hat man mich freundlich an die Umweltbank verwiesen. Solche Kredite werden hier nicht angeboten.

Die Transparenz geht bei dieser Bank aber noch weiter. Kredite werden an Unternehmen vergeben. Und auf der Homepage wird jeder Kredit veröffentlicht. Man kann also genau sehen, für welche Zwecke Kredite vergeben werden. Daran könnten sich andere Banken gern ein Beispiel nehmen

Umweltbank

Vn der Triodos Bank wurde ich freundlich an die Umweltbank verwiesen bei dem Thema Privatkredit. Also schaute ich mir den Stand der Umweltbank näher an und kam auch schnell ins Gespräch mit dem dortigen Mitarbeiter.

Categories: Veranstaltungen

Tags: Klima

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